Bei einem großen Anteil von Paaren weltweit treten Probleme beim Kinderwunsch auf. Dies hängt sowohl mit der Gesundheit der zukünftigen Eltern zusammen als auch damit, dass immer mehr Paare eine Schwangerschaft erst nach 30–35 Jahren in Betracht ziehen, wenn die reproduktive Funktion der Frau abnimmt. 


Etwa 48,5 Millionen bzw. 20% der Paare weltweit können innerhalb von fünf Jahren erfolgloser Versuche kein Kind zeugen. Dabei ist zu beachten, dass selbst bei vollständig gesunden Partnern unter 30 Jahren eine Schwangerschaft in den ersten drei bis vier Monaten nur in 20–37% der Fälle eintritt.

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Je nach Diagnose gibt es verschiedene Möglichkeiten, Probleme mit der Empfängnis zu überwinden: unterschiedliche Behandlungsmethoden bei Erkrankungen, die die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen, die In-vitro-Fertilisation (IVF) mit eigenem biologischem Material des Paares, IVF mit Spendersamen oder Spendereizellen sowie IVF mit Spenderembryonen. Wenn der Gesundheitszustand diese Methoden nicht zulässt, bleibt die Option der Leihmutterschaft, die ebenfalls mit eigenem oder gespendetem biologischem Material durchgeführt werden kann.

Die In-vitro-Fertilisation ist für Millionen von Paaren weltweit zu einer echten Rettung geworden und wird heute von der breiten Öffentlichkeit als etwas Gewöhnliches, Sicheres und sozial Akzeptiertes wahrgenommen. Während IVF mit eigenem biologischem Material des Patienten häufiger angewendet wird und kaum Fragen aufwirft, ist IVF mit Spenderembryonen unter Paaren mit Kinderwunsch noch wenig bekannt. In diesem Artikel betrachten wir die Vorteile der Embryoadoption im Detail.

Ist die Embryoadoption erfolgreicher als IVF?

Die Embryoadoption ist eine assistierte Reproduktionstechnologie, die praktisch nach denselben Protokollen wie die klassische IVF durchgeführt wird, mit dem Unterschied, dass der Patientin ein Embryo in die Gebärmutter übertragen wird, der aus einer gespendeten Eizelle und dem Sperma eines Spenders entstanden ist. Diese Methode eignet sich ideal, wenn aus bestimmten Gründen weder eigene Eizellen noch eigenes Sperma verwendet werden können.

Die Verwendung von IVF mit Spenderembryonen ermöglicht es dem Paar und insbesondere der Frau, sich als vollwertige Eltern zu fühlen und den gesamten Prozess von Schwangerschaft, Geburt, Stillzeit und Erziehung des Kindes von den ersten Lebenstagen an zu durchlaufen. Dies reduziert erheblich die psychologische Barriere, die bei manchen Paaren im Zusammenhang damit entstehen kann, nicht die biologischen Eltern des Kindes zu sein.

Ergebnisse der klassischen IVF und des Spenderembryos

Die klassische In-vitro-Fertilisation  ist die Befruchtung der Eizelle der Patientin im Labor mit dem Sperma ihres Ehemanns oder Partners zur anschließenden Übertragung in die Gebärmutter der Patientin. Der Hauptvorteil dieses Verfahrens besteht darin, dass die Patienten genetische Eltern des Kindes sind.

Der Erfolg einer IVF-Behandlung hängt von zwei Faktoren ab:

  • "Qualität" des Embryos. 80% des Erfolgs hängen vom Embryo ab, der in die Gebärmutter übertragen wird. Dabei werden das Alter der Spender, die Qualität des biologischen Materials, die Durchführung der Befruchtung sowie mögliche Abweichungen in der Embryonalentwicklung berücksichtigt.
  • Gesundheitszustand der Patientin und der Gebärmutter. Die restlichen 20% hängen vom Gesundheitszustand der zukünftigen Mutter und insbesondere vom Zustand des Endometriums ab – also davon, wie bereit die Gebärmutter ist, den Embryo aufzunehmen.

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Ein großer Vorteil der Verwendung von Spenderembryonen besteht darin, dass die Auswahl von Eizell- und Samenspendern äußerst sorgfältig erfolgt und hohe Anforderungen an die Qualität des biologischen Materials gestellt werden. Dadurch minimieren die Ärzte bereits in der frühen Auswahlphase das Risiko von Embryonen mit geringer Überlebensfähigkeit oder genetischen Erkrankungen.

Dank dieser sorgfältigen Auswahl sind Spenderembryonen stets von hoher Qualität, ohne Defekte, und die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Geburt liegt im Durchschnitt bei 56% aller Transfers von Spenderembryonen.

Zum Vergleich: Bei Frauen über 44 Jahren liegt die Erfolgswahrscheinlichkeit einer IVF mit Spenderembryonen bei bis zu 45%. Gleichzeitig beträgt die Erfolgsrate einer klassischen IVF mit eigenem biologischem Material nach dem 44. Lebensjahr weniger als 5%.

Diese Zahlen zeigen, dass die Embryoadoption bei Frauen ab 40 Jahren deutlich höhere Chancen auf eine Schwangerschaft bietet als die Verwendung des eigenen biologischen Materials. Darüber hinaus sind die Chancen, bereits beim ersten Versuch schwanger zu werden, bei einem Spenderembryo ebenfalls wesentlich höher, was im Gegensatz zur klassischen IVF steht, die häufig mehrere Versuche für einen erfolgreichen Ausgang erfordert.

Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft nach dem Transfer von zwei Embryonen bei klassischer IVF:

  • bis 35 Jahre – 46%
  • 36–38 Jahre – 38%
  • 39–40 Jahre – 30%
  • 40–42 Jahre – 22%
  • 43–44 Jahre – 10%

Gibt es Altersbeschränkungen für die Embryoadoption?

Eine offizielle Altersgrenze für die Embryoadoption existiert nicht. Einige Kliniken setzen jedoch interne Grenzen zwischen 45 und 55 Jahren. Entscheidend ist dabei weniger das Alter als vielmehr der allgemeine psychische und physische Gesundheitszustand der zukünftigen Mutter, insbesondere der Zustand der Gebärmutter. Bei jeder IVF-Behandlung spielt die Gesundheit der Patientin eine zentrale Rolle sowie ihre Fähigkeit, eine Schwangerschaft auszutragen und ein Kind zur Welt zu bringen. In dieser Hinsicht erweitert die Verwendung von Spenderembryonen die Möglichkeiten, schwanger zu werden, da Probleme mit der Qualität und Anzahl eigener Eizellen sowie teilweise auch des männlichen biologischen Materials umgangen werden.

Wie verläuft der Prozess der Embryoadoption?

Die Auswahl und Zuordnung von Embryonen erfolgt in spezialisierten Kinderwunschkliniken und Spenderzentren. Viele zukünftige Eltern machen sich Gedanken über das äußere Erscheinungsbild des Kindes sowie über Ähnlichkeiten hinsichtlich Haarfarbe, Hautfarbe, Augenfarbe oder ethnischer Merkmale.

Diese Aspekte können im Vorfeld mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. In der Regel ist es möglich, einen Embryo auszuwählen, der den gewünschten Merkmalen möglichst nahekommt und den individuellen Vorstellungen entspricht.

Alle diese Fragen lassen sich gemeinsam mit dem Arzt im Rahmen der Spenderauswahl klären.

Ist eine IVF mit Spenderembryonen gefährlich?

Die medizinische Durchführung der Embryoübertragung gilt als einfacher und sicherer für die zukünftige Mutter als viele andere assistierte Reproduktionstechniken.

Es werden deutlich weniger Medikamente benötigt. Die Patientin durchläuft lediglich die Vorbereitung der Gebärmutter auf den Embryotransfer – meist durch orale Medikamente oder Östrogenpflaster vor dem Transfer sowie Progesteron (Tabletten, Zäpfchen oder Injektionen) über mehrere Wochen nach dem Eingriff.

Blastozystentransfer

Der Embryo wird ausschließlich am 5.–6. Entwicklungstag im Blastozystenstadium übertragen. Dieser Zeitpunkt ist entscheidend, da er eine genauere Beurteilung des Embryos ermöglicht, mögliche Anomalien erkannt werden können und gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Einnistung erhöht wird.

Wie läuft der Transfer eines Spenderembryos im Rahmen der IVF ab?

Der gesamte Eingriff dauert in der Regel nicht länger als 5–10 Minuten. Je nach Befinden kann die Patientin die Klinik bereits nach 30 Minuten bis einer Stunde verlassen.

  • Der Embryotransfer erfolgt im gynäkologischen Stuhl unter Ultraschallkontrolle und ist nahezu schmerzfrei.
  • Ein dünner Katheter wird in die Gebärmutter eingeführt, an dem eine Spritze mit dem Embryo in einer Nährlösung befestigt ist. Der Arzt gibt den Inhalt vorsichtig in die Gebärmutterhöhle ab.
  • Anschließend werden Katheter und Führungsinstrument entfernt.
  • Es wird kontrolliert, ob im Katheter keine Embryonen zurückgeblieben sind.
  • Die Patientin ruht sich anschließend kurz aus, wird medizinisch überwacht und kann danach die Klinik verlassen und auf das Ergebnis warten.

Kann ich das Geschlecht bei einer Embryoadoption wählen?

Ja, in vielen Fällen ist heute auch die Geschlechtswahl möglich. Vor der Befruchtung kann ein PGT-A-Test durchgeführt werden, um die Embryonen genetisch zu untersuchen und das Geschlecht zu bestimmen. Anschließend werden nur die Embryonen transferiert, die dem gewünschten Geschlecht entsprechen.

Wie hoch sind die Kosten der Embryoadoption?

Die Kosten sind ein weiterer Vorteil der Embryoadoption. Da keine hormonelle Stimulation und keine lange Vorbereitung der Patientin erforderlich sind, ist das Verfahren in der Regel deutlich günstiger als eine klassische IVF.

Je nach Land und Klinik liegen die Kosten für eine IVF mit Spenderembryo zwischen 3.000 und 6.000 US-Dollar.

In diesen Kosten sind die Beratung in der Klinik, die Auswahl des Spenderembryos, gegebenenfalls dessen Transport, der Embryotransfer sowie die Ultraschallkontrolle enthalten. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher IVF-Zyklus mit eigenem Material kostet etwa 14.000 US-Dollar.

Übernimmt die Versicherung die Embryoadoption?

Der beste Weg, dies zu klären, ist ein Gespräch mit Ihrer Krankenversicherung oder einem zuständigen Berater.

Wichtige Fragen, die Sie stellen sollten:

  • Deckt mein Versicherungsplan Behandlungen gegen Unfruchtbarkeit ab? Wenn ja, welche genau?
  • Werden Medikamente im Rahmen der Kinderwunschbehandlung übernommen?
  • Gibt es Einschränkungen hinsichtlich Alter oder Voraussetzungen für die Kostenübernahme?
  • Gibt es eine Begrenzung der Anzahl an Behandlungszyklen?

Dabei ist zu beachten, dass in der Regel nur medizinische Leistungen potenziell von der Versicherung übernommen werden, nicht jedoch zusätzliche Kosten wie Anwaltsgebühren oder Vermittlungsdienste.

Bei weiteren Fragen können Sie sich gerne an uns wenden: https://uamedtours.com/


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